austenitischer Edelstahl
Es handelt sich um chrom- und nickelhaltige Edelstähle mit sehr niedrigem Kohlenstoffgehalt. Sie sind nicht magnetisch, können aber durch Kaltverformung leicht magnetisch werden. Kaltverformung erhöht zudem ihre Festigkeit. Austenitische Edelstähle zeichnen sich durch hervorragende Korrosionsbeständigkeit, gute Umformbarkeit, gute Schweißbarkeit und ausgezeichnete mechanische Eigenschaften über einen weiten Temperaturbereich aus. Darüber hinaus sind diese Stähle leicht zu reinigen, was ihren Einsatz in hygienischen und sterilen Umgebungen begünstigt.

Typische Anwendungsbereiche für die verschiedenen Stufen sind:
Tanks, Lagerbehälter und Rohrleitungen aus 304/304L für korrosive Flüssigkeiten. Prozessanlagen in der Bergbau-, Chemie-, Kryotechnik-, Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie. Diese Edelstähle werden auch zur Herstellung von Hohlwaren, Besteck, Bauprodukten und Spülbecken verwendet.
Die Stahlsorten 309/310 weisen einen höheren Chrom- und Nickelgehalt als die Sorte 304 auf. Aufgrund ihrer hohen Oxidationsbeständigkeit werden diese Stähle für Hochtemperaturanwendungen wie Ofen-, Brennofen- und Katalysatorkomponenten eingesetzt.
Tanks, Druckbehälter, Rohrleitungen und Komponenten aus Edelstahl 318/316L für aggressive Umgebungsbedingungen und Spezialanwendungen, beispielsweise für die Herstellung von Tankcontainern für den Massentransport von Chemikalien und korrosiven Flüssigkeiten. Der Molybdängehalt verbessert die Korrosionsbeständigkeit.
321/316Ti sind die „stabilisierten“ Legierungen. Sie sind beständig gegen Sensibilisierung und somit gegen interkristalline Korrosion. Darüber hinaus werden sie in Bauteilen eingesetzt, die hohe Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit bei hohen Temperaturen erfordern, wie z. B. Nachbrenner, Überhitzer, Kompensatoren und Kompensatoren.
Ferritische Edelstähle
Ferritische Edelstähle sind einfache Chrom-Edelstähle, üblicherweise mit niedrigem Kohlenstoffgehalt. Sie sind magnetisch und weisen eine gute Duktilität sowie Beständigkeit gegen Korrosion und Oxidation auf. Im Allgemeinen sind sie beständig gegen Spannungsrisskorrosion. Allerdings gibt es Einschränkungen bei der Schweißbarkeit, die ihre Verwendung auf dünnere Blechdicken beschränken. 3CR12 ist eine von Columbus Stainless entwickelte und patentierte Spezialsorte, die dieses Problem weitgehend löst.
Konventionelle ferritische Sorten:
Typische Noten und Anwendungsbereiche der verschiedenen herkömmlichen Noten umfassen:
409
Abgasrohre und Katalysatorgehäuse für Kraftfahrzeuge
430
Küchenspülen, Waschbecken, Besteck, Küchen- und Gastronomieausrüstung und -utensilien.
441
Dieser Edelstahl wird von Columbus Stainless speziell für die Verwendung in Automobilkomponenten hergestellt. Seine überlegene mechanische Festigkeit bei hohen Temperaturen (bis zu 850 °C) macht ihn zum idealen Material für den vorderen Bereich (motornah) einer Abgasanlage. Er eignet sich auch zur Herstellung von Wärmetauscherrohren.

AISI 444
AISI-Stahl der Güteklasse 444 weist einen sehr ähnlichen Wert für die Lochkorrosionsbeständigkeit (PRE) wie Stahl der Güteklasse 316 auf. Dies bedeutet, dass seine Korrosionsbeständigkeit in aggressiven Umgebungen im Freien, z. B. an der Küste, vergleichbar ist. Rohre aus Stahl der Güteklasse 444 lassen sich mit herkömmlichen Methoden polieren, biegen und schweißen und sind innen deutlich gekennzeichnet. Die PRE-Werte berechnen sich aus %Cr + (3,3 %Mo) + (16 %N) und geben die Beständigkeit des Stahls gegen Lochkorrosion an.
Gebrauchstauglichkeit:
3CR12
Dieser preisgünstige, korrosionsbeständige, schweißbare ferritische Edelstahl bietet besondere Vorteile bei Anwendungen mit nasser, abrasiver Korrosion. Im Gegensatz zu anderen ferritischen Edelstählen lässt er sich bis zu einer Dicke von 30 mm schweißen. Aufgrund seiner Beständigkeit gegen atmosphärische und nasse, abrasive Korrosion findet er breite Anwendung im Bergbau, in der Materialhandhabung und in der Zuckerindustrie.
Martensitische Edelstähle
Dies waren die ersten industriell entwickelten und für Messerklingen verwendeten Edelstähle. Es handelt sich um einfache Chrom-Edelstähle, die durch Wärmebehandlung gehärtet und verstärkt werden können. Gängige Sorten sind 410, 420, 431 und 440. Sie werden üblicherweise im geglühten Zustand geliefert.
Duplex-Edelstähle
Diese Edelstähle enthalten nicht genügend Nickel, um eine vollständig austenitische Kristallstruktur auszubilden, und weisen daher eine gemischte ferritisch-austenitische (d. h. Duplex-) Kristallstruktur auf. Diese Stahlsorten wurden ursprünglich entwickelt, um die Anfälligkeit austenitischer Edelstähle für Spannungsrisskorrosion in dickeren, geschweißten Konstruktionen aus austenitischen Werkstoffen zu beheben.
Lean Duplex Grades:
Diese Noten enthalten kein Mo; beispielsweise gibt es die Noten 2001 und 2101.
Konventionelle Duplex-Sorten:
Diese Stahlsorten weisen höhere Gehalte an Ni, Cr und Mo auf als austenitische Stahlsorten. Beispiele hierfür sind die Sorten 2205 und 2304.
Super Duplex-Typen:
Diese Legierungen enthalten sehr hohe Anteile an Molybdän und Stickstoff für eine erhöhte Korrosionsbeständigkeit sowie einen erhöhten Nickelgehalt, um das Ferrit/Austenit-Verhältnis aufrechtzuerhalten. Die Sorte 2507 ist ein Beispiel dafür.
Veröffentlichungsdatum: 24. April 2023








